Ich hab heute nachmittag über die eingeführte Trennung der Kontextmenübefehle in Abhängigkeit von den Kontentypen noch ein wenig nachgedacht, denn so wie es jetzt ist, ist es nicht wirklich konsequent.
Wenn man das so macht - und da bin ich durchaus im gleichen Boot - so müßten eigentlich alle Kontextmenübefehle entfallen für:
Admins
Nicht-SuRunner LUA.
Denn wo ist die Logik, bei einem Teil der Befehle zu sagen: Das dürfen die und die sowieso nicht, bei einem anderen Teil das aber nicht zu sagen, obwohl dasselbe zu 100% zutrifft?
Nehmen wir die Admins:
Wenn der Admin den Kontextmenü im Desktop nicht braucht (klar), so braucht er ihn in Wirklichkeit nirgendwo. Kontextmenübefehle haben für den Admin die einzige Funktion, das eigene Konto zum SuRunner zu degradieren; aber für diesen einen Zweck finde ich keine logische Begründung, warum an der einen Stelle da und an der anderen Stelle weg. Diese Begründung für die Kontextbefehle war im übrigen vor einigen Monaten effektiv, heute (seit Einführung des Traysymbols) nicht mehr, denn Neu-Anwender von SuRun werden sich - wie bei jedem neuen Programm - erst einmal an dem festhalten und hangeln, was sie ohne eigenes Zutun vor der Nase haben, und das ist dieses Symbol. Also, wenn jemand sein Admin-Konto downgraden will - und das kommt genau ein einziges Mal vor - so findet er den Zugriff dafür vor der Nase und wird höchst unwahrscheinlich im Kontextmenüs danach suchen.
Im übrigen: Allerspätestens - aber wie gesagt nicht erst dann - sind alle Kontextbefehle für Admins überflüssig - eigentlich sogar widersprüchlich - wenn die Option, Admins niemals zu fragen, aktiviert ist.
Nebenbemerkung: Das Ausblenden des SuRun-Befehl für dei Systemsteuerung im Desktop-Kontext wirkt insbesondere dann nicht logisch (und ließ mich zwangsläufig an einen Bug denken, als ich das berichtet hatte), weil im Kontextmenü für die Systemsteuerung im Startmenü derselbe (inhaltlich) Kontextbefehl weiterhin vorhanden ist.
Für Nicht-SuRunner ist es nicht viel anders. Solange sie keine SuRunner sind, haben nicht nur die jetzt für sie unsichtbar gemachten Kontextbefehle keinen Sinn, sondern keiner von ihnen. Tatsächlich gibt es unter den Nicht-SuRunnern 2 Typen: Einmal den, der als körperliche Person mit dem Admin identisch ist und sich ein eingeschränktes Konto eingerichtet hat; der wird wohl nicht lange Nicht-SuRunner bleiben (aber solange er es ist, trifft vorgesagtes auch hier zu). Der andere Nicht-SuRunner sind körperlich andere Menschen und nur in einem Teil der Fälle werden sie von den teilweise noch vorhandenen Kontextbefehlen überhaupt etwas haben, nämlich wenn sie das Admin-Kennwort kennen. Ohne über die Quote zu spekulieren, sie wird hier erheblich sein. Und diese Nicht-SuRunner können eben nicht nur mit den jetzt bereits für sie ausgeblendeten Befehlen nichts anfangen, sondern mit keinem überhaupt.
Die Kenntnis des Admin-Kennwortes vorausgesetzt haben Kontextbefehle für Nicht-SuRunner den einzigen Zweck, sich zu SuRunnern zu machen; danach sind sie ja keine Nicht-SuRunner mehr. Dafür braucht man aber erstens nicht zwischen verschiedenen Kontextbefehlen zu unterscheiden und man braucht sie eigentlich gar nicht (und zwar alle betreffend) zu zeigen. Um sich selbst zum SuRunner zu machen läßt sich prächtig die Systemsteuerung verwenden: Bei Admins wie bei uneingeschränkten SuRunnern öffnet sich der SuRun-Dialog ganz einfach, bei eingeschränkten und blinden SuRunnern dagegen nicht (by Design) und Nicht-SuRunner bekommen hier den Dialog, mit dem sie sich nach Kennwort-Eingabe zum SuRunner machen können. Der Weg über die Systemsteuerung ist im übrigen mehr als konsequent, denn jeder Windows-Benutzer ist daran gewöhnt, das wichtige (und weniger wichtige) Änderungen im System über die Systemsteuerung erfolgen; und das es sich hier um etwas wichtiges handelt, ist nun wirklich jedem SuRun-Anwender klar, denn sonst würde er sein Windows munter weiter als Admin betreiben.
Natürlich gilt auch hier: Ist die Option, niemanden zu fragen, aktiviert, machen Kontextbefehle nun für Nicht-SuRunner (wie für Admins) nun wirklich nicht den geringsten Sinn mehr, sondern sind zu dieser Option widersprüchlich.
Bleibt noch die Frage, ob es sinnvoll ist, das Erscheinen der verschiedenen Kontextbefehle für die 3 SuRunner-Subtypen zu unterscheiden. Das sehe ich auch bei längerem Nachdenken nicht. Ich hatte in meiner Beobachtung schon geschrieben, zu welcher Unlogik das führen kann (auch wenn man das ganze auflöst, indem man den Zeitdialog automagisch starten läßt - noch nicht getestet). Eingeschränkte und blinde SuRunner werden logischerweise mehr Kontextbefehle im normalen Kontextmenü finden, die sie gar nicht verwenden können, als man durch dieses Ausblenden entfernen kann. Das es diese unwirksamen Befehle gibt, ist für diese Subtypen so gewollt, da braucht man keine "Filterung", die sich nicht immer so verhält, wie man es erwartet und Potential für neue Probleme schafft.
Zusammenfassung: Filterung der Kontextbefehle ja, aber konsequent. In der jetzigen Form provozieren sie irrtümliche Bugmeldungen, weil das Verhalten nicht logisch erscheint.
Thomas